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Frankreichaustausch

Deutsch-Französischer SCHÜLERAUSTAUSCH des Mariengymnasiums Essen-Werden mit
dem Collège Immaculée Conception

Der Schüleraustausch findet seit 2005 jährlich im Frühjahr (meistens März) für ca. 25 Schülerinnen der 7. bis 9. Klassen (Französisch als 2. Fremdsprache ab Klasse 6 und als 3. Fremdsprache ab Klasse 8) mit etwa 25 SchülerInnen der 4e und 3e statt. Verantwortlich für das Programm sind Mme Feugey, Deutsch- und Geschichts-Lehrerin des Collège und Frau Galemann, Französisch- und Musik-Lehrerin des Mariengymnasiums. Jeder Austausch steht unter einem bestimmten Motto, z.B. „Voyageons en tandem“ (2010 – eine Reise im Tandem) oder „Jouons en tandem“ (vom 22.3. bis 5.4.2011 – Spiele im Tandem, mit musisch-sportlichem Schwerpunkt). Neben dem Kennenlernen der jeweiligen Regionen steht das Kennenlernen der jeweils anderen Kultur mit seinen Menschen im Vordergrund.


Ein wichtiger Schwerpunkt im Programm bildet deshalb die Sprachanimation, die eine Gruppendynamik anstoßen und entwickeln soll. Sie soll non-verbale und verbale Kommunikation im Austausch fördern und helfen, sprachliche Barrieren zu überwinden. Die Methode der Sprachanimation stützt sich auf die Begegnungssituation und zielt auf eine Sensibilisierung für sprachliches und interkulturelles Lernen ab. Sprachanimations-Aktivitäten können in sogenannten „Tandems“ erfolgen (z.B. durch Interviewbögen in binationaler Partnerarbeit), natürlich ebenso in Kleingruppen wie auch mit der Großgruppe. Eine Woche wird in Deutschland, die nächst folgende in Frankreich verbracht (bzw. umgekehrt). Die SchülerInnen sind in den Gastfamilien ihrer jeweiligen Austauschpartner untergebracht. Die Austauschprojekte der vergangenen Jahre war für die meisten Beteiligten ein großer Erfolg, viele der neu geknüpften Kontakte bestehen immer noch, einige „correspondants“ haben sich auch über den schulischen Rahmen hinaus schon wiedergesehen.

Einen Einblick in ein solches Austauschprogramm bietet der Bericht dreier Schülerinnen aus dem Jahr 2010:

Die Tage wurden gezählt, dann die Stunden, dann die Minuten und schließlich die Sekunden. Endlich stand  der Bus vor der Schule und die Eltern bekamen noch einen letzten Abschiedskuss:

Der diesjährige Frankreich-Austausch des Mariengymnasiums Essen-Werden begann für uns 25 Schülerinnen mit einer lustigen Busfahrt nach Méru, einem kleinen Ort in der Nähe von Paris. Die Fahrt war lang, trotzdem sind wir dann um 15.30 Uhr angekommen, aufgeregt und müde. Das Kennenlernen war unterschiedlich: Manche liefen schüchtern zu ihren ,,Corres", andere begrüßten ihre gleich mit Küsschen rechts und links. Nach einem Kennenlernen und Kaffeetrinken in der französischen Schule ging es für alle in die Gastfamilien. Dort wurden wir auf uns allein gestellt, wir gingen in die Familien, um erst einmal Geschenke zu verteilen und Koffer auszupacken . Am Abend wurde noch üppig zusammen gegessen und erste Unterhaltungen auf Französisch fanden statt. Danach wurde geschlafen, denn der nächste Tag hatte es in sich: Am nächsten Morgen wurden wir um 6:45 Uhr geweckt und gingen zum Frühstück, typischerweise mit einer Kaffeeschale „lait chaud“, in die man das Baguette eintunkt. Anschließend wurden wir mit dem Auto zur Schule gebracht. Die nächste Busfahrt stand an zum Besuch beim Museum für Luft- und Raumfahrt in PARIS! Auf der Fahrt nach Paris -City konnten sich manche dann von dem Schock erholen, dass ihr Flugzeug beim Flugsimulator abgestürzt war. Manche erholten sich aber auch von den gedrehten Loopings mit ihrem Flugzeug.

In Paris angekommen, machten wir mit unserem Reisebus zunächst eine Rundfahrt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten, bevor wir uns dann auf eigene Faust 2 Stunden in den Galeries Lafayette (ein großes, edles Kaufhaus) aufhalten durften. Dabei wurden natürlich die Souvenirs angepeilt. Als wir um 19 Uhr wieder in Méru ankamen, waren wir alle sehr müde und voller neuer Eindrücke. Den darauffolgenden Tag verbrachten wir in der französischen Schule gemeinsam mit unseren neuen Freunden mit Sprach- und Sportspielen unter dem Motto „Voyageons en tandem“, „eine Reise mit dem Tandem“, denn in verschiedenen zweisprachigen Gruppierungen sollten wir uns – an diesem Tag, aber auch immer wieder zwischendurch - möglichst häufig miteinander über das Thema Reise und Verkehrsmittel austauschen.


Auch am Freitag waren wir in der Schule und nahmen dort am Unterricht teil. Wir
stellten fest, dass es viele Unterschiede zwischen den französischen und den deutschen Schulen gibt, wie z.B. die wesentlich längeren Unterrichtszeiten. Nach diesem Schultag, der um halb 6 endete, gingen wir ziemlich müde nach Hause und ließen den Abend gemeinsam mit unsrer Familie gemütlich ausklingen. Wochenende! Dieses stand uns zu unserer freien Verfügung. Wir hatten uns gewünscht, noch einmal einen Tag in Paris zu verbringen und fuhren so am Samstag mit der Metro in die Stadt. Dort war „Shopping“ angesagt! Nach einem ausgefüllten Tag gab es einen Barbecue-Abend in unserer Gastfamilie. Den Sonntag begannen wir mit einer kleinen Fahrrad-Tour durch die nähere Umgebung und am Nachmittag ging es mit einer Partie Bowling weiter. Der Abend wurde mit der Familie vor dem Kamin verbracht, dabei schauten wir einen französischen Film.

Am Montag, dem letzten Tag unseres Aufenthalts, stand ein Besuch des Musée Maritime in Rouen auf dem Programm. Danach hatten wir noch eine Stunde Zeit, uns in der schönen Stadt umzusehen. Den Nachmittag verbrachten wir in einem Hochseilgarten in verschiedenen Gruppen.

Dann die Heimfahrt: manche Schüler freuten sich schon auf ein Wiedersehen mit ihrer Familie, andere wollten sogar gar nicht mehr heim und in Frankreich bleiben. Doch alle mussten fahren. Die Fahrt verlief sehr ruhig, da wir alle ziemlich müde von den Erlebnissen dieser schönen Woche waren. In Deutschland angekommen konnten wir dann endlich wieder zu unseren Eltern und ihnen von unseren spannenden Erlebnissen erzählen. Die Woche war wieder sehr interessant mit den vielen Ausflügen. Am Wochenende wurde dann auch wieder etwas schönes unternommen, dieses Mal gab es ganz verschiedene Ziele: Museen, Schwimmbäder und auch den Zoo. Am Montag war dann Unterricht angesagt und nachher ein Abschlusstreffen mit Pique nique. Dienstag sind die Franzosen dann leider wieder gefahren, Tränen flossen reichlich!  

Birthe Olbermann, Carina Müller, Paulina Bramsiepe