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Gymnasium des Bistums Essen für Mädchen und Jungen in paralleler Monoedukation Brückstraße 108 * 45239 Essen Tel.: 0201 - 492226 * Fax: 0201 - 496224 email: mariengymnasium-werden@bistum-essen.de |
Beim Charity-Walk 2002 erliefen die Schülerinnen der Marienschule über 18.000 Euro für dieses Projekt. Seitdem wird der Kontakt zwischen den Schülerinnen und den Kindern und Jugendlichen von SERPAF durch Briefe und Emails intensiviert. Oekumenisches Projekt Kindertagesstätte SERPAF in Sete Lagoas, Brasilien
Die Tagesstätte für Kinder und Jugendliche "Servico de Promocao ao Manor e à Familia" liegt in der Stadt Sete Lagoas (7 Seen) im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais. Brasilien, ein Land 24 x so groß wie Deutschland mit 162 Mio Einwohnern, bunt zusammengewürfelt aus 55 % Weißen, 32 % Mischlingen, 11 % Schwarzen und 2 % Indios. 1 % der Bevölkerung besitzen 44 % des Bodens, 40 % leben in Armut: Menschen mit dunkler Hautfarbe verdienen nur 20 des Einkommens der Weißen. Was ist SERPAF und warum engagieren wir uns hier? Viele der Landlosen sind heute noch Analphabeten und werden als billige Saisonarbeitskräfte ohne Lohngarantie gebraucht. Sie siedeln sich in den Vorstädten, den Favelas an, wo sie in provisorischen Unterkünften oft ohne jede Infrastruktur leben. Väter verlassen auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstätte ihre Familien und so müssen die Kinder, die in dieser Umgebung aufwachen, schon früh zum Lebensunterhalt der Familie beitragen. Sie müssen die Schule abbrechen, werden zur Arbeit geschickt oder werden völlig sich selbst überlassen. Die Kriminalitätsrate ist hoch, viele Kinder werden missbraucht. Stichworte wie Unterernährung, Drogen, Menschenhandel, Prostitution und Organhandel können das Elend oft gar nicht beschreiben. Die Kinder geraten in einen Kreislauf, aus dem sie nicht allein herausfinden. Hier greift SERPAF. Die aus einer privaten Initiative heraus gegründete Einrichtung fängt schon die Kleinsten auf und bewahrt sie so vor dem Leben als Straßenkinder. ![]() Zur Zeit werden in der christlich ausgerichteten Einrichtung zwischen 500 und 600 Kinder betreut. Sie sind zwischen 1 ½ und 16 Jahren. Die Kleinsten werden in einer Kinderkrippe (Cèche) betreut. Besonderer Wert wird hier auf die motorische, sprachliche und soziale Entwicklung gelegt. Schulkinder erhalten eine altersgemäße Förderung im gesundheitlichen und sozialpolitischen Bereich. Es gibt eine Gruppe, die die englische Sprache erlernt, eine Computer AG, einen Kochkurs, der sich Fragen der gesunden Ernährung auseinandersetzt und eine Gruppe von Schülern aus jedem Altersbereich, die sich "Jovens jornalistas" nennt und die Themen, die im Unterricht erarbeitet werden, für eine wöchentlich von SERPAF gestaltete Seite in der Stadtzeitung aufbereitet. In Lehrwerkstätten werden berufsbildende Kurse angeboten (Nähen, Krankenpflege, Fußpflege , Kochen, Umgang mit Computern, Gartenbau, Schreinern und Technik). ![]() Die Freizeit wird sinnvol durch Spiel, Sport und Interessengruppen wie kunstgewerbliches Arbeiten, Singen und Theaterspielen gestaltet. Spezielle Kurse und Informationen richten sich auch an die Eltern. Besonders wichtig sind hier die Kurse über Ernährung und Hygiene. Darüber hinaus entstand eine Cooperative für Kunsthandwerk, die die kunsthandwerklichen Produkte verkauft. Eine vom ökumenischen Arbeitskreis SERPAF in Werden gestiftete Backstubeneinrichtung wird von einer Kooperative von 6 Frauen geleitet, die die Einrichtung und viele umliegende Familien und Betriebe mit Backwaren versorgt. Jugendliche werden hier in das Bäckerhandwerk eingeführt. Ein gelungenes Beispiel für Hilfe zur Selbsthilfe. Oft ist die warme Mahlzeit bei SERPAF das Einzige, was die Kinder zu Essen haben. Die hoch motivierten, speziell geschulten Mitarbeiter wissen sich in ihrer Arbeit anerkannt, obwohl die Bezahlung relativ niedrig ist. Sie begegnen den Kindern mit viel Liebe und Zuwendung. Seit September 2006 biete die Einrichtung auch 2 jungen Menschen die Gelegenheit, ein anerkanntes freiwilliges soziales Jahr zu leisten, der auch als Zivildienst anerkannt wird. Die Kinder selbst sind fröhlich, temperamentvoll, herzlich, kaum aggressiv, obwohl sie in ihrem Umfeld sicher viel Armut, Verzweiflung und auch Aggressivität erleben. Hier greifen die schon erwähnten Kurse und Vorträge für die Eltern. Immer wieder wird wenn notwendig unkompliziert praktische Hilfestellung gegeben. Auffallend ist, dass in dem Bereich, in der in den letzten Jahren u. a. mit unserer Unterstützung die Neubauten der SERPAF-Einrichtungen entstanden sind, sich viele Familien neu ansiedeln, im der Hoffnung, dass ihre Kinder bei SERPAF aufgenommen werden können und sich damit für die ganze Familie eine neue Perspektive ergibt.. Gemeinsam mit der Stadtverwaltung, die einen Teil der Erzieher und Lehrer stellt und mit Unterstützung der großen Kinderhilfswerke Kindernothilfe und Päpstliches Missionswerk für Kinder " Aktion Sternsinger" fördern und unterstützen die Evangelische Kirchengemeinde Werden, die Werdener Propsteigemeinde St. Ludgerus und die Marienschule, Mädchengymnasium im Bistum Essen, in ökumenischer Gemeinsamkeit die Arbeit der Tagesstätte SERPAF, da die öffentlichen Mittel bei weitem nicht ausreichen und vieles nur über Spenden finanziert werden kann. Mit diesem weltkirchlichen Engagement geben die evangelischen und katholischen Christen gemeinsam ein Zeugnis ihres Glaubens, der Hoffnung und der Liebe. ![]() Auch Sie können helfen zu helfen, dass die Hoffnung in vielen Familien wächst und jungen Menschen ein menschenwürdiges Leben ermöglicht wird. Spendenkonten: Rentamt/Werden Sparkasse Essen, Konto-Nr. 282 400 BLZ 360 501 05 Stichwort "SERPAF" Parrgemeinde St. Ludgerus Nationalbank AG, Konto-Nr. 3277 410 BLZ 360 200 30 Stichwort "SERPAF" Wenn Sie eine Spendenquittung benötigen, geben Sie bitte Namen und Anschrift an. Kontakt: Doris Korpiun, Pastorsacker 21, 45239 Essen Telefon 0201 40 48 55 Serpaf verfügt über eine eigene Web-Site. Sie erreichen diese unter: www. serpaf.de |
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